CBD ist kein Nischenprodukt, sondern werden von der breiten Masse geschätzt. Öle, Blüten und andere Artikel werden primär online angeboten, doch die Nutzer wissen nach eigener Einschätzung viel zu wenig über Cannabidiol. Eine deutsche Studie zeigt dieses scheinbare Paradox besonders deutlich, denn 65 % der Befragten nutzen zwar CBD, kritisieren aber die Informationslage.
Fehlende Informationen verhindern den Kauf nicht
Eine 2025 in „Frontiers in Pharmacology“ veröffentliche deutsche Studie untersuchte das Konsumverhalten von Menschen, die bereits frei verkäufliche CBD-Produkte verwendet hatten. 65 % der Befragten äußerten Bedenken hinsichtlich der derzeit verfügbaren Informationen über CBD. Sogar 74 % wünschten sich mehr Informationen.
Die Zahl bedeutet also nicht, dass 65 % völlig uninformiert CBD kaufen. Vielmehr verwenden viele Menschen die Produkte, obwohl sie die vorhandene Informationslage als unzureichend empfinden.
Eine Erklärung liefert die Studie gleich mit. 81 % glaubten stark an positive Effekte von CBD und 73 % gaben außerdem an, pflanzliche Mittel gegenüber synthetischen Arzneimitteln zu bevorzugen. Dieses Vertrauen kann die Kaufentscheidung offenbar stärker beeinflussen als bestehende Wissenslücken.
Hinzu kommt die leichte Verfügbarkeit. 72 % der Befragten kauften CBD über das Internet. Shops wie https://cbdissimo.de/ ermöglichen es Verbrauchern beispielsweise, sich online über unterschiedliche CBD-Produkte zu informieren und diese direkt zu bestellen.
Persönliche Erfahrungen spielen beim CBD-Konsum eine große Rolle
Bei CBD treffen wissenschaftliche Erkenntnisse und subjektive Erfahrungen aufeinander. Das zeigt sich auch daran, wie Menschen überhaupt mit den Produkten in Kontakt kommen. In der deutschen Untersuchung waren Freunde und Familie sowie das Internet die am häufigsten genannten Wege, über die Nutzer erstmals von CBD erfahren hatten.
Gleichzeitig bewerteten 85 % der Befragten ihre verwendeten CBD-Produkte subjektiv als wirksam. Die Autoren weisen jedoch ausdrücklich darauf hin, dass solche Angaben keine klinischen Wirksamkeitsnachweise darstellen. Erwartungs- und Placeboeffekte könnten bei der Wahrnehmung eine Rolle spielen.
Trotz der als lückenhaft empfundenen Informationen wollten 92 % der Befragten, dass CBD-Produkte weiterhin frei erhältlich bleiben, 64 % hatten zudem keine Zweifel an deren Sicherheit.
Fehlendes Wissen führt nicht zwangsläufig zu Ablehnung. Wer bereits gute persönliche Erfahrungen gemacht hat oder positive Berichte aus dem eigenen Umfeld kennt, kann CBD weiterhin kaufen, obwohl er sich gleichzeitig bessere Informationen wünscht.
Informationen über CBD stammen häufig aus dem Internet
Auch die Informationsquellen erklären einen Teil des Phänomens, denn 71 % der Teilnehmer gaben an, bereits Hintergrundwissen zu CBD zu besitzen. Zu den genannten Quellen gehörten wissenschaftliche Studien, Verkaufsbroschüren und Internetforen.
Das kann problematisch werden, denn die Qualität solcher Informationen unterscheidet sich erheblich. Das Bundesinstitut für Risikobewertung weist darauf hin, dass viele der CBD zugeschriebenen gesundheitsfördernden Wirkungen bislang nicht ausreichend wissenschaftlich belegt sind. Gleichzeitig besitzt CBD eine pharmakologische Wirkung und kann unter anderem Wechselwirkungen mit Arzneimitteln haben.
Eine weitere Untersuchung von online angebotenen CBD-Ölen zeigte zudem, wie unterschiedlich Verbraucher informiert werden. Bei zwölf untersuchten Produkten enthielt beispielsweise nur ein einziges eine anwendungsspezifische Information.
Verbraucher wünschen sich mehr verlässliches Wissen
Der CBD-Konsum trotz bestehender Informationsdefizite ist deshalb weniger widersprüchlich, als es zunächst erscheint. Viele Nutzer besitzen durchaus Wissen über CBD, halten die verfügbaren Informationen aber trotzdem nicht für ausreichend.
Gleichzeitig beeinflussen persönliche Erfahrungen, Empfehlungen aus dem Umfeld, Informationen aus dem Internet und das Vertrauen in pflanzliche Produkte die Kaufentscheidung.
Gerade deshalb sind transparente und sachliche Informationen wichtig. Verbraucher sollten nachvollziehen können, was ein Produkt enthält, wie CBD einzuordnen ist und wo die Grenzen bisheriger Erkenntnisse liegen. Die 74 % der Befragten, die sich ausdrücklich mehr Informationen wünschen, zeigen, dass das Interesse an CBD vorhanden ist, der Bedarf an verlässlicher Aufklärung aber ebenso.

